FTG Frankfurt
Männl. C-Jugend
-Jaguars-
FTG Frankfurt – JSGmC Erbenheim/VFR/Eintracht Wiesbaden 26:43 (15:20)
Gut gespielt und doch unnötig hoch verloren!
Das dieses Spiel ein Spiel werden sollte, bei dem man mit einem lachenden Auge, aber auch gleichzeitig ein sehr tränenreiches Auge vom Platz gehen musste, war nach den Eindrücken der letzten Trainingswoche nicht so zu erwarten. Natürlich war man im vornherein schon gewarnt vor den Gästen, da sie im ihren letztem Spiel fast 60 Tore erzielten. Doch hoffte man sehr im Trainergespann, dass sich die Jaguars mit mehr Herz und Leidenschaft dagegen anstemmen würden. Zumal in den letzten Spielen das Abwehrspiel vollkommen vernachlässigt wurde. Gespräche und gezielte Übungen in den Trainingsabläufen, sollten daran etwas ändern. Was aber an diesem Samstagnachmittag noch keinen Erfolg erkennen ließ. Viel zu ängstlich und fast schon so wirkend, dass man die Gäste regelrecht dazu einlud ihre Tore zu werfen, präsentierte man sich im Abwehrverband. Das mag zwar wohl möglich in einem E-Jugendspiel so gehen, aber in der C-Jugend, wo sich heranwachsende Männer gegenüberstehen, geht ein „Komm gehe vorbei, ich werde dich nicht berühren“ einfach nicht mehr. Handball ist eine komplexe Sportart, die eine Menge an Tugenden von einem abverlangt und zu dieser gehört halt auch mal seine Körperkraft im Abwehrspiel einzusetzen und auch mal seine Ängste im Sinne der Mannschaft abzustellen. Denn wenn man fast im jedem Spiel 40, oder mehr Gegentore bekommt, liegt das nicht daran das der Gegner so übermächtig war. Sondern dass man jegliche Körperanspannung und den Kampfeswillen verloren hat, um sich dem Gegner wehrhaft entgegenzustellen. Zumal man es in jedem Spiel selbst erleben muss, ständig abgeklammert, gestoßen, oder sogar umgerissen wird. Freundlichkeit, Respekt ist ein unbezahlbares Gut, doch Einsatzwillen und Gegenwehr spricht nicht dafür, dass es sich zum Gegenteil entwickelt. Aber nun soll mal genug über das Abwehrspiel der Jaguars philosophiert sein, denn es gab ja auch das lachende Auge, dass dem eigentlichen Spiel mehr gerecht wird. Denn in spielerischer Hinsicht, waren die Jaguars auf Augenhöhe mit Wiesbaden und erzielten mit traumhaftem Kombinationsspiel sehr, sehr schöne Tore, wo man auf der Tribüne ins Schwärmen geriet. Zudem hatten wir mit Tim, den überragenden Feldspieler auf unserer Seite. Man kann diesem jungen Mann, nur zu dieser großartigen Leistung gratulieren. Er kämpfte und rannte für 2-3 Jaguars und war immer bereit Verantwortung zu übernehmen, so dass sich seine Mitspieler auch Fehler erlauben durften. Aus Sicht des Trainerteams, war es nur sehr schade, dass sich durch diese großartige Leistung nicht jeder Jaguar aufgerufen fühlte es ihrem Mitspieler gleichzutun. Wie bereits erwähnt, spielten die Jaguars sehr stark. Aber machten zum Anfang der zweiten Spielhälfte zu viele unnötige Fehler, die der Gast aus Wiesbaden zu seinen Gunsten ohne Gnade ausnutzten. Am Ende waren es genau diese 7-8 Minuten in denen man erhebliche Schwierigkeiten hatte, seine sich immer wieder bietenden Torchancen zu nutzen, die die Jaguars so ins Hintertreffen geraten ließ.
Das diese ersten 6-8 Monate in der neuen Altersklasse schwer werden würden, war allen Beteiligten klar. Doch nun sind die Lehrmonate vorbei und es heißt den Hebel umzulegen, um gerade im Abwehrspiel die kommenden Gegner auch mal vor Schwierigkeiten zu stellen.
Eine neue Chance bietet sich bereits am kommenden Samstag. Da geht es dann nach Petterweil, wo man auf eine sehr körperbetonte Mannschaft treffen wird, die zudem von ihren Fans lautstark unterstützt wird. Darauf heißt es sich nun in dieser kommenden Woche darauf einzustellen, um am Samstag eine Top Leistung abzurufen.
Für unsere Jaguars spielten:
Louis, Jakob, Ferdinand, Tilo, Mason, Lukas, Malek, Tim, Dylan, Lucas, Luis, Oskar, Tom, Bennet