Herren Kantersieg

Kantersieg gegen HSG Sindlingen/Zeilsheim

FTG Frankfurt – HSG Sindlingen/Zeilsheim 38:22 (18:13)

Spiele gegen die HSG aus dem äußersten Westen Frankfurts brachten bisher wenig Ertrag für die Männer aus Bockenheim. Die deftige Klatsche aus der Hinrunde steckte noch bei einigen in den Köpfen – diesmal wollte man den Spieß umdrehen. Und Spoiler: Er wurde nicht nur umgedreht, sondern direkt ins obere Eck genagelt.

Die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Mit Weber, Wurst, Bartels und Normand fehlten alle gelernten Außenspieler außer Mpouras. Auch Lukas Schraven, Till Fastner, Nick Lux und David Jäger mussten im Rückraum passen. Personell also eher Rumpftruppe als Wunschkonzert – doch Jammern stand nicht auf dem Spielberichtsbogen. In diesem immens wichtigen Spiel sollten die Punkte in Bockenheim bleiben. Und zwar ohne Rückfahrkarte.

Mit dem 1:0 durch Ljubic ging man sofort in Führung – eine Führung, die nach dem 1:1 nicht mehr abgegeben wurde. Tor um Tor setzte man sich ab, die Abwehr stand wie eine frisch betonierte Wand und die erste wie auch zweite Welle rollten unaufhaltsam Richtung Gästetor. Beim 8:3 war die erste Fünf-Tore-Führung hergestellt, Sindlingen nahm die Auszeit – vermutlich auch, um einmal tief durchzuatmen.

Es wurde munter durchgewechselt: Rückraumspieler Mach und Kreisläufer Mrad beackerten die rechte Außenseite, als hätten sie dort Ackerland gepachtet. Jens Fiedler feierte sein Debüt – und das mit einem Einstand nach Maß: zwei Angriffe, zwei Tore. Effizienzquote: 100 Prozent. Zwei aufeinanderfolgende Zeitstrafen verhinderten eine noch deutlichere Halbzeitführung, sodass es mit 18:13 in die Pause ging.

Trotz der komfortablen Führung blieb man wachsam. Schließlich kennt man im Handball das Gesetz der Serie – und wollte keine neue Negativserie eröffnen. Konzentriert startete man in die zweite Halbzeit. Beim 27:18 war die Partie entschieden und insbesondere Torhüter Beuttenmüller machte an diesem Abend aus den Sindelfinger Würfen fette Beute. Doch der direkte Vergleich stand noch auf der To-do-Liste.

Was dann folgte, war ein 9:0-Lauf – oder anders gesagt: neun Gründe, warum Sindlingen an diesem Abend keinen Spaß hatte. Am Ende stand ein hochverdientes 38:22 auf der Anzeigetafel. Deutlicher kann man ein Ausrufezeichen kaum setzen – höchstens noch mit Leuchtmarker oder dem direkten Vergleich.

Ein Sieg, der Balsam für die Seele ist und wichtigen Abstand zu den unteren Tabellenplätzen schafft. Klar ist aber auch: Mit Nordenstadt wartet ein ganz anderes Kaliber. Den Tabellenführer zu ärgern wird kein Selbstläufer – aber wer 38 Tore wirft, hat zumindest schon mal gezeigt, dass er laufen kann.

Es spielten:

Horns, Neunert, Beuttenmüller (alle Tor),

Ljubic (12), Mpouras (11), Werdier (4), Mach (3), Fiedler (3),

Mrad (2), Hater (2), Schmid (1), Heisler, Kürten.

Weiter geht es am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr gegen Nordenstadt. Kommt vorbei und unterstützt uns – wir liefern die Tore, ihr die Lautstärke!

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