FTG Frankfurt – SV Seulberg 28:27 (11:13)
FTG-Damen gewinnen gegen die direkte Konkurrenz aus Seulberg
Der Jubel bei den FTGlerinnen war am Samstagabend groß, als nach 60 Minuten ein hart umkämpfter, aber hochverdienter 28:27-Heimsieg gegen den direkten Tabellennachbarn aus Seulberg auf der Anzeigetafel stand. In einem packenden Duell bewiesen die Bockenheimerinnen vor allem in der zweiten Halbzeit große Moral und Teamgeist und belohnten sich am Ende mit zwei enorm wichtigen Punkten.
Beide Mannschaften starteten angesichts der Bedeutung der Partie im Abstiegskampf sichtlich nervös in die Begegnung. Nach zehn Spielminuten zeigte die Anzeigetafel lediglich ein 3:3. Trotz einer gut aufgelegten Manu B. im Tor der FTG-Damen fehlte es im Angriff zunächst an Durchschlagskraft. Technische Fehler und eine zu geringe Chancenverwertung verhinderten eine eigene Führung, sodass die Gäste aus Seulberg immer wieder mit ein oder zwei Treffern in Front gingen. Positiv hervorzuheben war in dieser Phase insbesondere Jessi H., die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff Akzente setzte. Mit einem 11:13-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff konnte Seulberg den Vorsprung zunächst auf drei Tore ausbauen, doch dann ging ein spürbarer Ruck durch die FTGlerinnen. Angeführt von Egzona S. und Caro K., die den Ausgleich zum 17:17 erzielten, kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück ins Spiel. Finnja N., Kim U. und erneut Jessi H. sorgten bis zur 50. Minute für eine verdiente 22:19-Führung. In dieser starken Phase wuchs auch Alisa H. im Tor über sich hinaus: Mit zwei gehaltenen Strafwürfen und mehreren sehenswerten Paraden brachte sie die Gästinnen zur Verzweiflung.
Seulberg ließ sich jedoch nicht abschütteln und verkürzte immer wieder den Abstand, ehe in der 57. Minute der erneute Ausgleich zum 25:25 fiel. In den letzten Minuten entwickelte sich ein echtes Herzschlagfinale, in dem beide Teams unbedingt den Sieg wollten. 13 Sekunden vor dem Ende übernahm Kim U. Verantwortung, setzte sich entschlossen gegen ihre Gegenspielerin durch und erzielte den umjubelten Treffer zum 28:27-Endstand.
Danach gab es weder auf der Bank noch auf der Tribüne ein Halten mehr. Der leidenschaftlich erkämpfte Sieg war Ausdruck einer geschlossenen Mannschaftsleistung und wurde im Anschluss gebührend gefeiert.
