TSG Münster – FTG Frankfurt 26:22 (10:7)
Starke Abwehr, fehlende Effizienz – FTG-Damen verkaufen sich teuer beim Tabellenzweiten
Die Handballerinnen der FTG Frankfurt haben sich beim Tabellenzweiten der TSG Münster teuer verkauft, mussten sich am Ende jedoch mit 22:26 geschlagen geben. Trotz der Niederlage zeigte das Team aus Bockenheim eine engagierte Leistung und überzeugte vor allem mit einer phasenweise herausragenden Abwehrarbeit. Am Ende verhinderten vor allem die schwache Chancenverwertung und eine kurze Schwächephase in der zweiten Halbzeit eine mögliche Überraschung.
Dabei begann die Partie zunächst mit Vorteilen für die Gastgeberinnen, die nach sechs Minuten mit 3:0 in Führung lagen. Die FTG-Damen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, kämpften sich mit einer stabilen Defensive zurück ins Spiel und glichen nach einer Viertelstunde zum 5:5 aus. In dieser Phase hätte Frankfurt sogar in Führung gehen können, doch mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. Torhüterin Alisa H. präsentierte sich erneut in starker Form und war gemeinsam mit der gut organisierten Abwehr ein wichtiger Rückhalt. Münster tat sich schwer, Lücken zu finden, konnte sich aber bis zur Pause dennoch leicht absetzen. Beim Stand von 10:7 ging es in die Kabine.
Dort lobte Trainer Prinz sein Team für die überzeugende Defensivleistung – nur zehn Gegentore gegen den Tabellenzweiten seien ein starkes Zeichen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass im Angriff mehr Konsequenz gefragt sei, wenn man etwas Zählbares mitnehmen wolle.
Die Frankfurterinnen kamen entschlossen aus der Pause: Bianca K. und Caro K. verkürzten schnell auf 11:10 und brachten ihr Team wieder in Schlagdistanz. Doch im weiteren Verlauf schlichen sich einige Fehler ins Angriffsspiel ein. Münster nutzte diese Phase konsequent und setzte sich bis zur 45. Minute auf 18:13 ab.
In der Schlussphase entwickelte sich noch einmal ein offener Schlagabtausch. Die FTG erhöhte das Tempo und zeigte sich nun auch im Abschluss deutlich effektiver. Der Rückstand schmolz allmählich, und als Maja H. in der 58. Minute zum 24:22 traf, keimte noch einmal Hoffnung auf.
Trainer Prinz reagierte und stellte auf eine offensive Manndeckung um, um den Ball schnell zurückzuerobern. Tatsächlich gelang kurz vor Schluss noch ein Ballgewinn – doch die Chance zum Anschlusstreffer blieb ungenutzt. Im Gegenzug sorgte Münster mit zwei weiteren Treffern schließlich für die Entscheidung und stellte den 26:22-Endstand her.
Auch wenn am Ende keine Punkte auf der Habenseite standen, kann die FTG Frankfurt auf eine insgesamt starke Leistung aufbauen. Vor allem die Defensive überzeugte über weite Strecken der Partie. Gelingt es in den kommenden Spielen, die Chancenverwertung zu verbessern, sind auch wieder Punktgewinne in Reichweite.
Es spielten:
Böhm, Hoffmann (beide Tor), Hawkins (9/2), Kipp (4), Kunz, (3), Hochbaum (2), Nicol (2/1), Sulejmani, Wohn (je 1), Cairo, Lunderstedt, Mannebach, Ulbrich.